Geschichte des Jazz

Die Geschichte des Jazz hat ihren Ursprung in New Orleans. Am 26. Februar 1917 im New Yorker Studio Victor nahmen fünf Musiker aus New Orleans ihre erste Schallplatte auf. Vor der Veröffentlichung der Schallplatte blieb Jazz nur ein Randphänomen. Das ganze Land war von der neuen Musik überwältigt und begeistert. So begann der amerikanische Jazz seine stolze Runde um die Welt.

In den 20er-Jahren kristallisierten sich die Hauptmerkmale zukünftiger Jazzstile heraus: Die gleichmäßige Welligkeit von Kontrabass und Schlagzeug, die zum Swingen, virtuosen Solo und zur Vokalimprovisation beitrugen. Blues und Dixieland nahmen ihren bedeutenden Platz im Jazz ein. So erschien ein neuer Orchestertyp – die Big Band. Eine Big Band besteht aus drei Instrumentengruppen (Sektionen), die jeweils wie ein polyphones Instrument klingen:

  • Sektion von Saxophonen und Klarinetten
  • Sektion von „Kupfer“-Musikinstrumenten (Trompeten, Posaunen)
  • Rhythmussektion (Klavier, Gitarre, Kontrabass, Schlagzeug)

Zu den ersten Big Bands gehörten Orchester unter der Leitung berühmter Jazzmusiker – Fletcher Henderson, Benny Goodman, Glenn Miller und Duke Ellington.

In den 30er-Jahren wurde der Blues sehr populär. Eine bemerkenswerte Rolle spielten kleine Ensembles der 40er-Jahre, die alles verwarfen, was für einen äußerlichen Effekt diente: Theaterelemente, Tanz und Gesang. Die Begleitung erforderte keine Tanzregelmäßigkeit mehr.

Von den späten 40ern bis Mitte der 60er-Jahre verlief die Entwicklung in zwei Richtungen. Die erste beinhaltete die Stile Cool und West Coast, die sich durch Elemente klassischer Musik, neue Konzertformen und Polyphonie auszeichneten. Die zweite Richtung kombinierte die Stile HardbopSoul-JazzBebop und Spirituals.

Mit Sympho-Jazz wurde versucht, großformatige Werke zu schaffen, beispielsweise Rhapsody in Blue von George Gershwin. Seit Anfang der 60er-Jahre beginnen Experimente mit spontaner Improvisation, die sich nicht einmal auf ein bestimmtes Musikthema beschränkt: Freejazz. Auf der Suche nach neuen Formen wandten sich Jazzmusiker in den 70er-Jahren den Weltkulturen zu. Es kamen E-Gitarre und andere elektronische Musikinstrumente sowie die Rhythmen der Jugendrockmusik hinzu. Dieser Stil wurde Fusion genannt.

Die Entstehung des Jazz ist reich an Experimenten und eng mit der Entwicklung innovativer Musikrichtungen verbunden. Die Geschichte des Jazz besteht aus der Suche nach neuen Formen, Schaffung neuer Stile und verkörpert eine leidenschaftliche Liebe zur Musik.